30.12.2009 / Christian @ Uhl & Friends / Keine Kommentare

Das Internet ist heute plus minus 15 Jahre alt. Gerade die letzten 10 Jahren  hatten es in sich und haben dabei unsere Gesellschaft stark verändert.

Allein die Anzahl von neuen Begriffen, die uns das Internet aber auch der Mobilfunk gebracht haben ist hoch. Wobei SMS schon eher ein Ausläufer ist, gehören Chatten, Bloggen, Twittern oder Googlen bereits in den allgemeinen Wortschatz.

Innovationen haben für Anwender sowie Unternehmen neue Informations- & Unterhaltungsquellen, aber eben auch neue Geschäftsbereiche geschaffen. Wer hätte vor zehn Jahren an YouTube, Wikipedia, Facebook, Xing oder an das iPhone mit seinen tausenden Apps gedacht?

Das alles verändert das Verhalten immer mehr. (Private) Informationen werden in Social Networks (in Sekunden in der ganzen Welt) ausgetauscht, Geschäftskontakte werden online geknüpft, Experten-Wissen wird in Blogs geteilt, in Online-Shops werden nicht mehr nur DVDs oder Kleidung gekauft, eine neue Liebe wird auf Dating-Plattformen gesucht, ein neues Auto sucht macht nicht mehr in der Tageszeitung, Konsumenten tauschen sich öffentlich und für Jedermann sichtbar über Marken & Produkte aus, Unternehmen nähern sich Kunden, nein dem Menschen an, Wetter oder Stau Infos holt man sich schnell über sein iPhone, und und und die Liste könnte noch sehr lang sein.

Wer sich also heute nicht mit dem Medium Internet auseinander setzt, kann und wird immer weniger in verschiedenen Bereichen mit halten & mit reden können. Die Gesellschaft wird sich weiter verändern, sich sicher auch noch weiter verdigitalisieren. Dies hat auch Schattenseiten. Aber dieses Thema ist ein eigener Blogartikel wert.

Bin gespannt, was die nächsten 10 Jahre bringen und ob die Innovationskraft sowie die gesellschaftliche Veränderung in dieser Art & Geschwindigkeit anhalten.

30.10.2009 / Christian @ Uhl & Friends / Keine Kommentare

Mit dem sogenannten ”Vertrauensindex” zeigt die Wirtschaftswoche in Zusammenarbeit mit GPRA und TNS Emnid auf, wie viel Vertrauen die Deutschen in Unternehmen haben.

Hier einmal die interessantesten Fakten (Quelle: absatzwirtschaft):

  • mit 42,1 schenken die Deutschen der Lebensmittelbranche die höchste Glaubwürdigkeit.
  • der Chemie-, Energie- & Finanzbranche wird am wenigsten vertraut.
  • nur ein kleiner Teil der Bevölkerung glaubt, dass Unternehmen ehrlich zur Öffentlichkeit sind.
  • 53 % unterstellen den Unternehmen einen zweifelhaften Umgang mit Mitarbeitern.
  • eigenen Kollegen wird mehr vertraut, als Vorgesetzten, Geschäftsführern oder dem Vorstand.

Gerade die letzten 3 Punkte sind wohl ein Ergebnis aus mangelnder Transparenz & schlechter (interner sowie externer ) Kommunikation.

Eine dauerhafte & dialogorientierte online Kommunikation kann dort sicher gegenwirken. Ein corporate Blog zum Beispiel, bietet die Möglichkeit mehr Einblicke in das Unternehmen zu gewähren, mehr über die Menschen die hinter der Marke stehen zu berichten, den eigenen Mitarbeitern die Chance zu geben, selbst über die Unternehmenskultur & Geschehnisse zu schreiben oder insgesamt sich den eigenen Kunden anzunähern.

07.07.2009 / Christian @ Uhl & Friends / 1 Kommentar

Chris Anderson hat sein neues Buch “Free - The Future of a Radical Price” herausgebracht. Ganz nach seiner Philosophie gibt es dieses in digitaler Form kostenlos.

Einmal als Audiobook sowie online als eBook:

FREE (full book) by Chris Anderson

14.02.2009 / Christian @ Uhl & Friends / Keine Kommentare

Sprechen wir über Social Media Marketing, so sprechen wir eigentlich nicht über online Marketing wie viele es kennen, sondern hauptsächlich über Kommunikation, Vernetzung und Gespräche (also zuhören und sprechen/teilen).

Wie sollte man aber vorgehen? Was ist zu beachten? Was kann man falsch machen?

Folgend einige “Empfehlungen” die den Umgang mit Social Media vereinfachen:

  • Bevor Sie selbst bloggen oder twittern, schauen Sie wo Ihre Zielgruppe ist und beobachten Sie ausgewählte Blogs sowie Twitter - Konversationen.  
  • Seien Sie offen für neue Kommunikationschancen & -verhalten.
  • Überlegen Sie sich, welche Social Media - & Kommunikationsinstrumente zu Ihnen passen bzw. Sie nutzen möchten. Blog, Microblogging (z.B. Twitter), Social Networks, Foren, Video Blogging, Podcasts.
  • Schauen Sie sich verschiedene Listen, Vorschläge & Vorgaben an, wie man Blogs, Twitter & Social Networks nutzen sollte. ABER finden Sie ihre eigene Social Media Taktik sowie einen eigenen Stil und kopieren Sie nicht andere Personen.
  • Testen Sie mit welchen Tools Sie am besten umgehen können.
  • Möchten Sie sich mit Ihrer Zielgruppe austauschen, so schauen Sie sich genau die Tonalität, das Verhalten und die genutzten Social Networks an.
  • Legen Sie fest, ob Sie ein persönliches, berufliches oder gemischtes Netzwerk aufbauen möchten.
    Ein persönliches Netzwerk lebt von der Qualität der (Ihnen bekannten) Kontakte und sollte nicht das Ziel haben, so viele Kontakte wie möglich zu sammeln. Ein berufliches Netzwerk lebt sicher eher von seiner Anzahl der Kontakte. Die Quantität hilft dort sicher, eigene Informationen zu teilen oder Geschäfte aufzubauen. Natürlich können Sie auch beides miteinander verknüpfen, schließlich ist es Ihr Netzwerk. Es könnte nur sein, dass andere Nutzer nicht in Ihr Netzwerk möchten.
  • Grundsätzlich gilt: Geben und teilen Sie um Feedback sowie einen Dialog zu erhalten.
  • Starten Sie einmal ganz offiziell mit der Kommunikation über soziale Medien, so müssen Sie diese stetig weiterführen. Sollten Sie sich einmal über lange Zeit enthalten, werden Ihre Kontakte es merken und wahrscheinlich darüber berichten.
  • Entscheiden Sie, wer für Ihre Online Kommunikation verantwortlich ist und somit als öffentlicher, transparenter Ansprechpartner bereit stehen soll. Wichtig ist, dass Sie sich nicht hinter einem Logo oder Namen verstecken. Menschen möchten mit Menschen sprechen.
  • Schaffen Sie tägliche Ressourcen & Zeit, um an den Gesprächen teilzunehmen sowie um reagieren zu können.
  • Erstellen Sie einen Social Media Guide für und mit Ihren Mitarbeitern.
  • Sie sollten immer sehr zeitnah auf Nachrichten reagieren.
  • Zeigen Sie transparent auf, warum Sie die Gespräche suchen. Z.B. Sie möchten das Feedback der Kunden aufnehmen, um die eigenen Produkte zu verbessern.
  • Es benötigt Zeit und viele transparente Gespräche. Seien Sie interessant, dass andere mit Ihnen in Kontakt treten.
  • Suchen Sie gezielt nach Nutzern die ähnliche Interessen haben & diese diskutieren.
  • Werden Sie zu Followern & Freunden Ihrer Fans.
  • Sollten Sie eine ernstgemeinte Freundschaftsanfrage ablehnen oder einem Follower nicht folgen, geben Sie ihm eine faire und ehrliche Begründung. Ansonsten kann er sich, ungerecht behandelt fühlen.
  • Überlegung Sie sich immer genau was Sie schreiben. Ihnen muss bewusst sein, dass Sie keine Kontrolle mehr über eine Nachricht haben, sobald diese versendet wurde.
  • Reagieren Sie auf Kritik, aber auch auf Lob bei Twitter und in Social Networks. Keines von beiden ist selbstverständlich.
  • Bieten Sie selbst unterschiedliche Kontaktmöglichkeiten an.
  • Messen Sie den Erfolg sowie die Auswirkungen Ihrer Social Media Aktivitäten.
  • Scheuen Sie sich nicht, Ihre Social Network Freunde, Twitter oder Blog Follower mit einzubeziehen und Fragen an Sie zu richten.
  • Ihre Website sollte natürlich Social Media freundliche Elemente enthalten (Integration von Twitter, Bookmarking, etc.)

Diese Fehler sollten Sie auf jeden Fall vermeiden:

  • Faken Sie niemals ein Profil oder Nachrichten in Social Networks, Foren oder Blogs. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird dies auffallen. Zudem lebt der Dialog von Ehrlichkeit & Respekt!
  • Verstecken Sie sich nicht hinter einem Pseudonym. Bauen Sie Ihre eigene (online) Marke auf.
  • Sie werden nie einen Dialog eröffnen oder wertvolles Feedback erhalten, wenn Sie nicht zuhören.
  • Nutzen Sie nicht Social-Networks und Microblogging Dienste um wahllos Kontakte (Spam) zu erzeugen.
  • Missbrauchen Sie Twitter & Co. nicht als Sales- & Marketing Schleuder. Bieten Sie Mehrwert an.
  • Veröffentlichen Sie niemals Informationen über Externe (z.B. Kunden, Partnern, Lieferanten, Kunden) die nicht abgesprochen sind.
  • Publizieren Sie keine Mitteilungen, nur mit dem Gedanken Hauptsache was zu veröffentlichen.
  • Gehen Sie nie davon aus, dass alle Ihrer Kunden Social Media verstehen oder mit entsprechenden Tools umgehen können.
  • Verwechseln Sie Social Media Marketing nicht, mit dem Schalten von Werbeanzeigen auf Facebook.

Wie ist Eure/Ihre Meinung dazu? Welche Punkte sollten noch mit auf die Liste?

Freue mich über weitere Anregungen.


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