09.01.2010 / Christian @ Uhl & Friends / Keine Kommentare

Da für mich grundsätzlich nichts selbstverständlich ist, schätze ich die Hilfe von anderen immer sehr und sehe es wirklich als Pflicht (soweit es möglich ist) mich auch immer zu bedanken.

Das sehe ich eigentlich auch bei Retweet’s so. Denn diese können für mich auch eine Art von Wertschätzung oder eben ein kleiner Gefallen sein. Sollte man also für jeden ReTweet einmal “Danke” in die weite Welt hinaus senden oder würde dies auf Dauer als Tweet-Spam wahrgenommen werden?

Hier einige Reaktionen auf meine Frage, die ich auch bei Twitter veröffentlicht hatte:

twitter_tobika_feeback

twitter_sabrinapankin_feeback

twitter_themroc_feeback

twitter_mikeschwede_feeback

twitter_crosla_feeback

Mein Eindruck ist, dass die Erwartung da gar nicht so hoch ist. Klar, jeder freut sich über ein “Danke”, aber bei der Fülle von Tweets, verzichtet man da einfach gerne darauf. Weiterhin besteht natürlich auch die Möglichkeit eine Direkt-Nachricht zu senden.

Nochmals besten Dank an alle (auch an Sonja bei Facebook) für Euer Feedback.

18.11.2009 / Christian @ Uhl & Friends / Keine Kommentare

Wie kann man feststellen, ob Social Media auch etwas für das eigene Unternehmen ist und ob man bereit ist in den sozialen Medien bzw. online aktiv zu werden?

Wenn Sie folgende Fragen beantworten können, sind die ersten Voraussetzungen schon einmal erfüllt:

  • Sind Ressourcen, also Mitarbeiter & evtl. nötiges Budget, vorhanden?  Social Media an sich muss nicht teuer sein, aber es werden dauerhaft zumindest Mitarbeiter Ressourcen benötigt.
  • Welche Mitarbeiter & Abteilungen (Marketing, PR, Kundenservice, Produkt-Management, Personalabteilung, Führungsebenen, etc.) können und werden wie involviert sowie in die Social Media Kommunikation mit aufgenommen?
  • Jedem muss bewusst werden, dass Social Media mehr eine kulturelle als operative Veränderung ist. Diskussionen werden ab sofort öffentlich geführt. Probleme werden transparenter gelöst. Externe Meinungen müssen zugelassen werden.  Das Unternehmen nähert sich den Kunden an und baut auf einen engen Austausch. Sind Sie wirklich bereit für den öffentlichen Dialog?
  • Menschen online an das Unternehmen zu binden & zu involvieren ist eine langfristige Herausforderung. Social Media wird nicht helfen, von heute auf morgen den Umsatz zu steigern. Erst wenn Sie langfristig sähen werden Sie auch durch die Begeisterung Ihrer Kunden ernten können. Es benötigt einfach Zeit Kunden zu Fans bzw. Botschafter zu machen. Können Sie sich das leisten?
  • Haben Sie noch eine “Website” oder schon ein echtes Dialog-Instrument als online Präsenz? Sprich, ermöglichen Sie einen einfachen Austausch sowie eine leichte Vernetzung auf und über Ihre Unternehmensseite?
  • Es gehört etwas Mut dazu neue Dinge auszuprobieren. Nicht immer wird alles ohne Probleme im Social-Media-Leben laufen. Ist man also bereit von Fehlern und dem Feedback zu lernen?

18.11.2009 / Christian @ Uhl & Friends / Keine Kommentare

Ich denke schon! Viel mehr sollte dies sogar ein wichtiger Bestandteil im Marketing und der Kommunikation sein.

Wichtig dabei ist, dass dies ohne Incentivierung also Honorierung passieren sollte. Auch sollte man Kunden nicht vorgeben, was sie zu schreiben haben.

Warum sollten wir explizit unsere Kunden fragen? Der Normalfall sieht doch so aus, dass verärgerte Menschen ihren Unmut meist sofort äußern. Dies kann eben auch in Form einer Bewertung im Shop, einer Meinung auf dem Blog oder bei Twitter sein.

Die Motivation etwas positiv zu Bewerten ist meist geringer. Auch Zufriedenheitsgefühle die wir öfters erleben, tauschen wir irgendwann nicht mehr aus. Ist man von seinem Auto begeistert, so wird man dies sicherlich in Gesprächen mit Freunden äußern. Aber an eine Bewertung, an ein Feedback beim Autohändler oder auf der Website des Herstellers sowie bei Twitter denkt irgendwann niemand mehr.

Es ist also wichtig, Kunden um Hilfe zu bitten, in dem man nach einem Feedback, einer Bewertung fragt. Auch Kunden werden gerne helfen.

05.11.2009 / Christian @ Uhl & Friends / Keine Kommentare

Täglich veröffentlichen Menschen ihre Meinungen, Erfahrungen & Gedanken in Form von Videos, Bildern oder Texten in Social Networks sowie auf Plattformen. Dabei vermischt sich schnell privates & berufliches. Für den Mitarbeiter bzw. die einzelne Person sowie für Unternehmen kann dies weitreichende Konsequenzen erzeugen.

Das amerikanische Unternehmen Deloitte hat genau zu diesem Thema eine Umfrage bei Führungskräften & Mitarbeitern durchgeführt.

Hier einmal die wichtigsten Ergebnisse…

… aus der Sicht der Mitarbeiter:

  • 74 % sind der Meinung, dass es einfach ist, die Reputation eines Unternehmens in sozialen Medien zu schaden
  • 61% macht es nichts aus, wenn Arbeitgeber ihre Profile und Aktivitäten in Social Networks beobachten und würden deshalb auch nicht ihr online Verhalten ändern
  • 53 % sagen, dass dem Arbeitgeber das private Profil in Social Networks nichts angeht

… aus der Sicht der Führungskräfte:

  • 23 % sagen, dass Social Networks bei der Personalbeschaffung verwendet wird
  • 18 % können bestätigen, dass es eine von Mitarbeiter erstellte Facebook Fanpage des Unternehmens gibt
  • 23 % bestätigen, dass Social Networking auch zur internen Kommunikation verwendet wird

Quelle: deloitte.com (PDF)

Auch wenn man als Unternehmen noch nicht in sozialen Medien kommuniziert, so sollte man den eigenen Mitarbeitern eine Hilfestellung an die Hand geben, worauf sie achten sollten (gerade im Bezug zum Unternehmen) bzw. was sie nicht dürfen (z.B. ohne Autorizierung im Namen des Unternehmens kommunizieren.).

30.10.2009 / Christian @ Uhl & Friends / Keine Kommentare

Mit dem sogenannten ”Vertrauensindex” zeigt die Wirtschaftswoche in Zusammenarbeit mit GPRA und TNS Emnid auf, wie viel Vertrauen die Deutschen in Unternehmen haben.

Hier einmal die interessantesten Fakten (Quelle: absatzwirtschaft):

  • mit 42,1 schenken die Deutschen der Lebensmittelbranche die höchste Glaubwürdigkeit.
  • der Chemie-, Energie- & Finanzbranche wird am wenigsten vertraut.
  • nur ein kleiner Teil der Bevölkerung glaubt, dass Unternehmen ehrlich zur Öffentlichkeit sind.
  • 53 % unterstellen den Unternehmen einen zweifelhaften Umgang mit Mitarbeitern.
  • eigenen Kollegen wird mehr vertraut, als Vorgesetzten, Geschäftsführern oder dem Vorstand.

Gerade die letzten 3 Punkte sind wohl ein Ergebnis aus mangelnder Transparenz & schlechter (interner sowie externer ) Kommunikation.

Eine dauerhafte & dialogorientierte online Kommunikation kann dort sicher gegenwirken. Ein corporate Blog zum Beispiel, bietet die Möglichkeit mehr Einblicke in das Unternehmen zu gewähren, mehr über die Menschen die hinter der Marke stehen zu berichten, den eigenen Mitarbeitern die Chance zu geben, selbst über die Unternehmenskultur & Geschehnisse zu schreiben oder insgesamt sich den eigenen Kunden anzunähern.

15.10.2009 / Christian @ Uhl & Friends / Keine Kommentare

Auf absatzwirtschaft.de hat der Fernsehmoderator Ranga Yogeshwar (ARD / WDR) einen sehr interessanten Artikel, über den Kundendialog der Zukunft sowie der dramatisch steigenden Innovationsgeschwindigkeit in der Wirtschaft, veröffentlicht.

Hier einmal die wichtigsten Kernaussagen:

  • Alle Unternehmensbranchen stehen vor einem radikalen Umbruch, da das Social Web Kunden mehr Macht und Gehör verschafft.
  • Der Wirtschaft steht eine dramatisch steigende Innovationsgeschwindigkeit bevor.
  • Mit seinem iPhone hat der das komplette Rechenzentrum seiner Studienzeit in der Hosentasche.
  • Über Podcasts erreichen die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten junge Menschen durch die Hintertür.
  • Märkte werden durch das Internet immer globaler.
  • Es wird immer mehr intelligente Kunden geben, die besser informiert, kritischer sind sowie in einer neuen Art & Weise kommunizieren werden. Kunden werden sich dadurch nicht mehr einfach abspeisen lassen.
  • Das Internet wächst in einer nicht mehr verständlichen Dynamik.
    Im Vergleich: Die letzte Wetten-Dass-Sendung hatte mit rund 11 Millionen Zuschauer eine top Einschaltquote. Das Video der Comedy Show „Ahmed the Dead Terrorist” hatte hingegen auf YouTube allein 96 Millionen Abrufe aus England.
  • „Die Musik spielt nicht mehr bei ‚Wetten, dass’, die Musik spielt im Web”, meint Yogeshwar.

07.05.2009 / Christian @ Uhl & Friends / 5 Kommentare

Eine interessante Diskussion zum Thema “Twitter Nutzung” läuft gerade auf dem Blog von Christian Bölling.

Anstoß war ein Artikel über einen Bericht beim Netzökonom Holger Schmidt sowie die folgenden Aussage von Brian Solis auf der Next09:

“Ich muss nicht wissen, was Du am Abend gegessen hast. Ich muss auch nicht wissen, wann Du am Abend ins Bett gegangen ist”, kritisierte Brian Solis, Mr. PR 2.0, die geballte Ansammlung an Belanglosigkeiten, die Twitter überfluten. Er erinnerte die Netzwerker daran, dass alle Einträge öffentlich sind und auch später wieder gefunden werden. “At the end of the day: We are what we share”, sagte Solis.

Sicherlich gibt es dazu verschiedene Meinungen. Hier kurz meine “2 cents”:

Das gute am Micro-/Bloggen ist doch, dass jeder schreiben kann was er möchte. Und das schlechte am Micro-/Bloggen ist doch, dass jeder schreiben kann was er möchte.

Im Ernst, jeder kann schreiben was er möchte. Die Frage, ob dies für andere auf Dauer interessant ist, entscheidet doch letzten endlich darüber, wer einem folgt und sich mit mir austauschen möchte.

Die Interessen & Gründe warum man Twitter nutzt, können zudem total unterschiedlich sein. Dabei spielen berufliche, private und persönliche Aspekte sicher eine Rolle & beeinflussen die Inhalte über die man schreiben & lesen möchte/kann.

Ein weiterer Punkt ist für mich natürlich der Umgang mit verdammt vielen Informationen. Auch mit einem guten Follower-Management ist es manchmal schon sehr schwer, den ganzen Tweets zu folgen. Da kann ich z.B. schon gerne auf “Guten Morgen…”,  ”Gute Nacht…”  oder „Ich gehe jetzt was trinken…” Tweets verzichten.

Für Unternehmen, die einen Dialog mit Ihren Kunden/Fans aufrecht erhalten möchten, wird es sicher notwendig sein, nicht nur über Produktinformationen sondern auch über Menschliches & Internes zu kommunizieren.

18.02.2009 / Christian @ Uhl & Friends / 1 Kommentar

Wer durch ein gutes online Monitoring genau zuhört, wird schnell das ein oder andere Gespräch über das eigene Unternehmen oder Produkte aufschnappen.

Durch Teilnahme an diesen Gesprächen, erhält man die Chance z.B. unzufriedene Kunden gezielt anzusprechen oder sogar unzufriedene Kunden der Mitbewerber abzuwerben.

Wie kann man sich aber einklinken, ohne dass man das Gespräch stört oder sprengt?

Im fastcompany Blog gibt es dazu einige Tipps, die ich hier einmal in Kurzform übersetze sowie noch etwas erweiterte:

  • Als aller erstes: Stellen Sie sich vor und zeigen Sie damit auf wer Sie sind und für wen Sie, in welcher Position arbeiten.
  • Wenn Sie am Gespräch teilnehmen, bieten Sie einen Mehrwert an. Z.B. Helfen Sie aufgekommene Fragen oder Probleme zu lösen oder stellen Sie etwas (falls notwendig) klar.
  • Nimmt man Ihre Hilfe an und Sie konnten Ihre Gesprächspartner glücklich machen, werden Sie in Community aufgenommen.
  • Sie können jetzt eigene Fragen stellen und vor allem spezielle Angebote der Community bieten.
  • Um Erfolgreich zu sein, ist es nötig Zeit & Ressourcen für die online Kommunikation zu schaffen.
  • Sie werden merken, dass es etwas dauert, bis eine große (Fan-) Community aufgebaut ist. Geduld ist also gefragt.
  • Es geht darum, der Community einen Mehrwert zu bieten und nicht nur Informationen/Nachrichten.

09.01.2009 / Christian @ Uhl & Friends / 3 Kommentare

Gary Vaynerchuk hat mal wieder gezeigt, dass er das Social Web versteht und wie man es einsetzen kann/muss.

Sein Wein-Social-Network Cork’d, wurde gehackt und auf eine nicht ganz jugendfreie Website weitergeleitet. Schnell poppte die Neuigkeit bei Twitter auf und auch Techcrunch verfasste einen Artikel darüber.

Bevor sich die “schlechte” Nachricht aber weiter verbreiten konnte, nahm er per Twitter und Videokommentar  an der Diskussion teil. Seine schnelle Reaktion und Aufklärung erzeugte sehr positives Feedback und konnte die negative Berichterstattung in eine Positive wandeln.

Gary’s frisch gemachte Erfahrung hat er noch einmal in einem Video festgehalten:

Video auf Viddler.com (leider hat der Viddler Code die Seite beim Firefox zerissen, deshalb nur noch der Link)

Wie dieses Beispiel zeigt, ist es notwendig ein Social Media Monitoring durchzuführen. Nur so ist es möglich, rechtzeitig Negatives zu erkennen und entsprechend darauf zu reagieren.

Wie fanden Sie die Reaktion von Gary?


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